Filterplatte aus gesintertem Edelstahl
Gesinterte Edelstahl-Filterplatten sind plattenförmige, poröse Filterelemente, die durch die Verdichtung von Edelstahl-Rohstoffen (entweder Pulver oder Drahtgeflecht) im Sinterverfahren hergestellt werden. Je nach den verwendeten Rohstoffen werden sie hauptsächlich in zwei Hauptkategorien unterteilt: gesinterte Edelstahl-Pulverfilterplatten und gesinterte Edelstahl-Drahtgewebe-Filterplatten. Gesinterte Pulverfilterplatten werden aus Edelstahlpulver als Rohstoff hergestellt, das durch Hochtemperatursintern verdichtet wird; poröse Filterplatten aus gesintertem Drahtgeflecht hingegen werden hergestellt, indem mehrere Lagen gewebten Edelstahlgewebes übereinandergeschichtet und unter hohem Druck und hoher Temperatur gesintert werden, wobei die Maschenöffnungen jeder Lage versetzt angeordnet sind, um eine porengrößengradiente Struktur zu erzeugen.
Da das Ausgangsmaterial für poröse, gesinterte Siebfilterplatten gewebtes Drahtgeflecht ist, weisen sie denselben Filtrationsgenauigkeitsbereich auf wie das Gewebe selbst und erreichen eine maximale Filterfeinheit von 1 Mikrometer. Im Gegensatz dazu unterliegt die Präzision pulversinterter Filterplatten nicht den Einschränkungen des Drahtgeflechts, was eine Filtergenauigkeit von bis zu 0,45 Mikrometern ermöglicht. Im Vergleich zu gewebtem Drahtgewebe bieten gesinterte Edelstahl-Filterplatten erhebliche Vorteile hinsichtlich struktureller Integrität und Konsistenz (da die gesinterte Platte eine monolithische Einheit bildet, bei der die Porenstruktur frei von Verformungen bleibt), mechanischer Festigkeit und Leistungsfähigkeit unter extremen Betriebsbedingungen (insbesondere ist die Druckfestigkeit von gesinterten Filterplatten deutlich höher als die von ungesintertem Edelstahl-Drahtgewebe).
Dank ihrer Beständigkeit gegen hohe Temperaturen, hohen Druck und Korrosion finden Filterplatten aus gesintertem Edelstahl in den folgenden Branchen breite Anwendung:
Petrochemische Industrie: Einsatz in katalytischen Krackanlagen zur Hochtemperatur-Gasverteilung und zur Hochdruck-Rückspülfiltration;
Sie spielen eine zentrale Rolle bei Prozessen wie der Verarbeitung von Polymerschmelzen, der Katalysatorrückgewinnung und der Lösungsmittelreinigung.
Lebensmittel- und Pharmaindustrie: Sie werden zur Präzisionsfiltration flüssiger Lebensmittel – darunter Fruchtsäfte, Sirupe und Speiseöle – eingesetzt, um die Reinheit der Produkte zu gewährleisten; in der pharmazeutischen Produktion werden sie zur Sterilfiltration von Fermentationsbrühen und zur Feinfiltration von Injektionslösungen verwendet.
Wasseraufbereitung und Umweltschutz: Einsatz in Bereichen wie der industriellen Abwasseraufbereitung und der Vorbehandlung bei der Meerwasserentsalzung.
Energie und aufstrebende Branchen: Einsatz bei der Feinfiltration von Elektrolyten in der Lithium-Ionen-Batterieproduktion; zur Gasreinigung in Wasserstoff-Brennstoffzellen; sowie in der Luft- und Raumfahrt zur Reinigung von Hydraulikflüssigkeiten und zur Kraftstofffiltration.